🇩🇪 · Chaospott
Zu unserem letzten Repaircafé im Jahr 2025 hat ein defekter Monitor den Weg in unser Elektroniklabor gefunden. Es wurde berichtet, dass sich der Monitor nach einer Kaffeepause nicht mehr einschalten ließ. Das Gerät wies äußerlich keine erkennbaren Schäden oder Schmauchspuren auf. Die erste Hürde war das Öffnen des Gehäuses. Lediglich der Tischfuß war verschraubt, das restliche Gehäuse wurde von Kunststoffclips zusammengehalten. Um diese schadfrei zu lösen, bedurfte es einiger Geduld und Vorsicht. Position der Kunststoffclips. Chaospott CC-BY-SA 4.0 Nach der ersten Betrachtung lag der Fokus auf den üblichen Verdächtigen. Ausgelaufene Kondensatoren oder defekte Dioden sind häufige Ursachen für Netzteilprobleme. Das typische Bild eines aufgeblähten Kondensators konnten wir in diesem Fall jedoch nicht feststellen. Als Nächstes wurden die Spannungen an den einzelnen Stufen des Schaltnetzteils auf Plausibilität geprüft. Am Gleichrichter, an der Schaltstufe sowie am Transformator lagen jeweils sinnvolle Spannungen an. Fündig wurden wir schließlich am Gleichrichter der DC-Versorgung. Dort übernehmen aus Leistungsgründen zwei Schottky-Dioden vom Typ SB5100 DO-201 die Gleichrichtung der Wechselspannung. Messungen zeigten, dass eine der beiden Dioden in Sperrrichtung leitend war, wodurch der Gleichrichter nicht mehr korrekt funktionierte. Entfernte Schottky-Dioden. Chaospott CC-BY-SA 4.0 Nachdem der Fehler identifiziert war, ließ er sich schnell beheben, da es sich um relativ große und gut zugängliche Bauteile handelte. Das Ersatzteil kostete lediglich etwa 20 Cent, und auch der Arbeitsaufwand hielt sich in Grenzen. Das Besondere an der Reparatur stellte sich jedoch erst zum Schluss heraus: Von diesem Monitormodell existieren noch zwölf weitere Geräte, die alle denselben Defekt aufwiesen. Mithilfe unserer Erfahrung bzw. Anleitung konnten diese eigenständig repariert werden. So wurde nicht nur viel Geld gespart, sondern auch eine erhebliche Menge Elektroschrott vermieden.
🇩🇪 · Subraum · Frank Nord
Veranstaltungs-Serie zur digitalen Selbstverteidigung: Wie schütze ich mich? Wir informieren über die Gefahren im Netz und zeigen, wie man private Daten schützen kann. Wir greifen dazu das Konzept der Cryptoparty auf. Eine Cryptoparty ist ein kostenloses, dezentrales Treffen, bei dem Menschen zusammenkommen und sich in lockerer Atmosphäre zu digitaler Selbstverteidigung austauschen. Wie man E-Mails verschlüsselt, privat surft, Festplatten verschlüsselt und generell die eigene Privatsphäre im Internet schützt. Der Fokus liegt auf vertrauenswürdiger Open-Source Software. Wir beginnen mit einem kurzen Vortrag, der keine Vorkenntnisse voraussetzt. Danach können wir im Gespräch gerne beliebig tief in die Themen einsteigen und auch individuelle Fragen beantworten. Die Treffen sind nicht nur für Einsteiger gedacht. Es handelt sich um eine Mitmach-Veranstaltung : Wir sind vor Ort und beantworten Fragen oder helfen bei der Einrichtung - bring also gerne deinen Laptops mit, wenn du möchtest. Beim ersten Termin sprechen wir darüber, wie man sichere Passwörter wählt und wie man einen Passwortmanager nutzt, um sie nicht zu vergessen. Erster Termin Wir veranstalten die Workshops in Kooperation mit dem Infoladen. Der erste Termin findet im Infoladen statt. Du bist versehentlich bei unseren Vereinsräumen? Kein Problem, der Infoladen ist nur wenige Minuten zu Fuß entfernt. Gehe übers Westerntor in Richtung Borchener Straße und dann nimm am besten die Unterführung an der Ecke Le-Man-Wall/Eckstraße. 📢 Thema: Sichere Passwörter, Passwortmanager und sichere Webbrowser 🗓 Freitag, 6. Februar 2026 ⏰ 18:00 Uhr 📍 im Infoladen , Leostr. 75 Signal-Gruppe für Fragen Wenn du Fragen hast, zum lockeren Austausch und zur Abstimmung für weitere Termine, komm gerne in unsere Signal-Gruppe: Link zur Signal-Gruppe di.day Der Digital Independence Day ist eine ähnliche Veranstaltungsreihe mit dem Fokus darauf, sich von den großen Internetgiganten unabhängiger zu machen. Vielleicht hast du auch daran Interesse?