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🇩🇪 · Mainframe · Markus Framer

CCCHH unterstützt den monatlichen Digital Independence Day

🇩🇪 · CCC Hamburg · lilly, w1ntermute

Wir als CCC Hamburg unterstützen die vom CCC e.V. und anderen Organisationen angestoßene Initiative Digital Independence Day . Wir stellen uns gemeinsam gegen die Abhängigkeit von digitalen Großkonzernen und möchten mit dieser Initiative die eigene Selbstbestimmung und digitale Freiheit jedes Einzelnen fördern. Wir bieten am 04. Januar 2026 beim allerersten Digital Independence Day ein einfaches Programm zu folgenden Punkten an: fällt aus Wie benutze ich mein Smartphone privatsphärefreundlich? Wir zeigen einfache Handgriffe und Einstellungen, die bei gängigen Smartphones getroffen werden können, um weniger Daten von sich preiszugeben. fällt aus GMail Alternativen Viele Menschen benutzen standardmäßig GMail (Google-Mail) für sämtlichen E-Mail-Verkehr. Wir zeigen die ersten Schritte zu einem Google-freien Leben indem wir den zentralen Baustein E-Mail austauschen. stattdessen Passwort-Manager Wir haben immer mehr und mehr Logins und Accounts - gleichzeitig sollen alle möglichst sichere Passwörter verwenden. Wir zeigen euch wie ihr mit Hilfe von Passwort-Managern einfach und sicher eure eure Logins verwalten könnt. Bewusstes Surfen im Internet Der Browser verrät viel über dich. Das meiste davon gegen deinen Willen und zum Nutzen Dritter. Lass uns das durch bewussteren Umgang mit dem Internet ändern! Wir freuen uns außerdem jederzeit über inhaltliche Anregungen und freie Diskussionen, die dann entweder in einem späteren Termin mit konkreterem Inhalt wieder aufgegriffen werden oder direkt miteinander zu einem selbstbestimmteren digitalen Leben ohne Angst führen.

CCC unterstützt den monatlichen Digital Independence Day

🇩🇪 · Chaos Computer Club

Es reicht. Europa ist im Würgegriff von Big Tech. Die Plattformen scheren sich nicht um unsere Gesetze, zersetzen unsere Demokratie und damit unsere Freiheit. Die Trump-Administration und die mit ihr verbündeten Tech-Milliardäre scheuen sich nicht davor, uns durch diese Abhängigkeiten zu erpressen. Die Bundesregierung wirkt wie ein Reh im Scheinwerferlicht und traut sich nicht einmal, X zu verlassen. Also müssen wir vorangehen. Wenn wir gemeinsam wechseln, können wir den Netzwerkeffekt aushebeln. Die Macht und das Missbrauchspotenzial der „sozialen“ Medien zeigt sich eindrücklich am Beispiel Twitter: Nach seinem Kauf veränderte Elon Musk die Plattform in kürzester Zeit grundlegend. Strukturen für Faktenprüfung und respektvollen Austausch wurden abgebaut, Reichweiten verschoben, progressive Stimmen verdrängt. Trotz massiven Vertrauensverlusts bleibt X gesellschaftlich einflussreich: Politische Accounts geben dem Dienst Legitimität, mediale Zitate stärken seine Relevanz und Reichweite. Diese Reichweite wird immer mehr genutzt, um Ausgrenzung und Desinformation zu verbreiten und gezielt politischen Einfluss zu nehmen. Kürzlich verhängte die EU eine Strafe gegen X wegen Nichteinhaltens grundlegender Anforderungen des Digital Services Act (DSA), der genau den Gefahren der Machtkonzentration entgegenwirken soll. Seitdem verstärkt X auf wundersame Weise die Reichweite EU-kritischer Stimmen, und Elon Musk forderte sogar die Auflösung der EU. Wenige Tage später folgte dann das Einreiseverbot für den ehemaligen EU-Kommissar Thierry Breton, der den DSA maßgeblich gestaltet hat, sowie für Vertreterinnen von HateAid, die im Rahmen des DSA systematisch illegale Inhalte wie Hass, Hetze und Volksverhetzung zur Prüfung und Entfernung melden. Diese Eskalation zeigt: Hier geht es längst nicht mehr nur um eine Plattform, sondern um den Einfluss auf öffentliche Debatten, demokratische Prozesse und europäische Rechtsstaatlichkeit. Und X ist kein Einzelfall. Kommerzielle zentrale „soziale Medien“ optimieren auf Aufmerksamkeit und Abhängigkeit – oft mit nachweislich schädlichen Folgen, insbesondere für junge Menschen. Natürlich müssen Gesetze durchgesetzt werden, die zu unserem Schutz erlassen wurden. Ebenso liegt es aber an uns, Plattformen den Rücken zu kehren, die uns schaden oder sich sogar derart radikal gegen unsere Demokratie stellen. Mit KI wächst die Machtkonzentration weiter Zentralisierte „soziale“ Medien analysieren unsere Beziehungen und Interessen, um die Erkenntnisse möglichst gewinnbringend für Werbevermarktung oder politische Einflussnahme zu nutzen. Künstliche Intelligenz verstärkt diesen Trend: Immer größere Datenmengen können ausgewertet, automatisiert genutzt und wirtschaftlich verwertet werden. Auch Cloud-Dienste behandeln Nutzerdaten zunehmend als Rohstoff – nicht zuletzt, um Abhängigkeiten weiter zu vertiefen. Das Netz sind wir WhatsApp, Instagram, X oder Facebook sind Milliarden wert. Ihr eigentlicher Wert sind wir – die Nutzer*innen. Natürlich ist der Ausstieg nicht immer leicht: Schulklassen, Freundeskreise, politische Debatten – vieles scheint an einzelne Plattformen gebunden. Doch genau hier liegt unsere gemeinsame Chance: Wenn wir den Netzwerkeffekt bewusst nutzen, statt uns von ihm fesseln zu lassen, können wir neue Wege gehen. Der Digital Independence Day Beim 39. Chaos Communication Congress ruft der Autor Marc-Uwe Kling zum Digital Independence Day auf. An jedem ersten Sonntag im Monat machen wir gemeinsam einen Schritt auf die bessere Seite des Netzes. Wir zeigen, dass Alternativen funktionieren, und nehmen Freund*innen und Bekannte am besten gleich mit. Und damit mehr Leute davon erfahren, nutzen wir die neuen und alten sozialen Medien, um unsere Erfahrungen zu teilen. „Nicht nur der Wechsel ist wichtig, wir müssen danach auch darüber sprechen. Am besten geben wir sogar damit an, dass wir uns von einem Big-Tech-Dienst befreit haben. #DIDit“, sagte Marc-Uwe Kling. Auf der Kampagnenseite der von vielen weiteren Organisationen unterstützten Initiative werden Wechselrezepte gesammelt. Mancher Umzug will vorbereitet sein: neue Netzwerke finden, Kontakte behalten, Gewohnheiten anpassen. In vielen Städten stehen dafür Freiwillige des CCC mit Erfahrung, Beratung und praktischer Unterstützung zur Seite: Wir helfen beim Umzug von Windows 10 zu sichereren Alternativen, beim Umzug von WhatsApp zum geeigneten Messenger, beim Umzug von Gmail zu einem vertrauenswürdigen Anbieter. Die ersten Workshops zum Digital Independence Day finden schon am 4. Januar statt . Alle regelmäßigen Termine – auch die der vielen weiteren Partner -Organisationen – werden auf der zentralen Termin-Plattform termine.di.day gesammelt. Supporter*innen und -Gruppen können dort selbstständig Termine anlegen und pflegen . Die Plattform wird vom Chaostreff Flensburg ehrenamtlich bereitgestellt. Alle Veranstaltungen