News

Maker Porträt: Prostor Studio über Design, Nachhaltigkeit und Multifunktionalität

🇦🇹 · HappyLab · Tanja Zach

Maria Levitsky und Daniil Chechin teilen ihre inspirierende Maker-Reise, vom frühen Handwerken bis zur Gründung von Prostor Studio. Ihre Leidenschaft für Möbeldesign vereint sich mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit und Multifunktionalität. Im Interview erzählen sie uns, wie die Distributed Design Residency eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung ihres ersten marktreifen Produkts spielte, welche Herausforderungen sie meistern müssen und wie spannend ihre Pläne für die Zukunft sind. Ein aufschlussreiches Gespräch, das Mut zur Veränderung und Selbstreflexion betont. Was macht euch zu Makern? Und was oder wer hat euch inspiriert, damit anzufangen? Daniil: Ich komme aus einem post-sowjetischen Land. Dort haben die Menschen immer schon viel selbst mit ihren Händen gemacht. Ich habe auch schon als Kind mit Werkzeugen gespielt. Mein Vater und mein Bruder haben mir damals viel gelernt und mir gezeigt, wie man Dinge reparieren kann. Ich sehe mich als Maker, weil ich es liebe, Dinge zu bauen und zu gestalten und immer neue Technologien auszuprobieren. Vor 8 Jahren haben wir – Maria und ich – ein Projekt mit einer Designerin umgesetzt, bei dem wir die Möglichkeit hatten, einen 3D-Drucker zu testen. Und ich war total überrascht, wie einfach man Objekte damit herstellen kann. Das hat mich motiviert, weiterzumachen. Maria: Ich habe Architektur studiert, weil ich immer wollte, dass meine Ideen Realität werden. Und ich habe bei diesem gemeinsamen Projekt mit Daniil gemerkt, wie toll es ist, dass man mit solchen Dingen experimentieren kann. Als wir dann vor 7 Jahren nach Wien gezogen sind, hat mich Daniil mit ins Happylab genommen und mir gezeigt, was hier alles möglich ist. Also ist es eigentlich er, der mich inspiriert hat. Erzählt uns doch bitte ein wenig über euren Hintergrund. Daniil: Ich bin wie Maria Architekt. Meinen Bachelor habe ich hier in Wien an der TU gemacht. Jetzt mache ich ein Master-Studium zu Distributed Design Innovation am Institute for Advanced Architecture of Catalonia. Dabei geht es um einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Zugang zu Design und Produktion. Ich bin auch noch Teilzeit als 3D-Designer angestellt. Mit 3D beschäftige ich mich bereits seit 10 Jahren, schon als ich in Moskau noch zur Schule gegangen bin. Diese Skills haben mir sehr geholfen, hier im Happylab Prototypen zu gestalten. Maria: Für uns als Architekt*innen ist es vielleicht etwas leichter als für andere Leute, die ganz ohne Vorkenntnisse sind. Wir haben alle 3D-Programme und 2D-Zeichnen im Studium gelernt. Wenn man Maker sein will, muss man sich einerseits mit Maschinen auskennen und andererseits mit Software. Diese Skills haben wir schon mitgebracht. Das war ein großer Vorteil. Seit wann arbeitet ihr schon im Happylab und wie hat die Mitgliedschaft eure Maker-Reise beeinflusst? Daniil: Ich habe das Happylab 2018 entdeckt. Am meisten beeindruckt mich immer wieder, wie viel man hier von anderen Mitgliedern lernen kann. Es gibt eine tolle Community und der Austausch untereinander funktioniert super. Und die Unterstützung vom Happylab-Team ist einfach großartig – vor allem Lukas, Vjara und Joanna. Sie sind immer da und offen für Ideen. Maria: Ich bin dann 2021 dazugekommen. Wir haben viel im Happylab experimentiert, weil es hier einfach so viele Möglichkeiten gibt. Das gibt es sonst nirgendwo in Wien. Wir sind wirklich sehr dankbar dafür. Wie entstand die Idee zu eurem Start-up Prostor Studio? Maria: Wir hatten schon lange den Traum, irgendwann mal ein eigenes Design-Studio zu haben. Zuerst haben wir im Happylab viele Sachen für uns selbst gemacht. Als wir bei der Distributed Design Residency 2022/23 teilnahmen, hatten wir die Möglichkeit, viel zu experimentieren. Damals haben wir zum ersten Mal ein Produkt gestaltet, das in Serie gehen soll. Wir haben den Fokus damals auch sehr stark auf Kreislaufwirtschaft gesetzt und uns den Design-Prozess aus unterschiedlichen Perspektiven angeschaut. Das hat uns überzeugt, einen weiteren Schritt in Richtung Professionalisierung zu machen. Daniil: Auf dem Distributed Design Portal gibt es sehr viele Projekte, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. Es war uns also sehr wichtig, dass wir eine nachhaltige Idee in der Residency umsetzen. Wir haben dazu auch einen Workshop mit Therese Balslev vom Danish Design Center besucht und gesehen, dass nachhaltiges Design viele Aspekte hat. Das hat unseren Design-Zugang sehr beeinflusst. Maria: Bei der Maker Faire Vienna im Juni 2023 haben wir uns dann zum ersten Mal als Prostor Studio präsentiert, unseren Instagram-Auftritt gemacht, Visitenkarten gedruckt und so weiter. Unser Name steht übrigens für "weiten Raum" und symbolisiert die Freiheit des kreativen Denkens. Welche Projekte setzt ihr um? Was interessiert euch besonders? Daniil: Wir machen vor allem Möbel- und Spatial Design. Nachhaltigkeit und Multifunktionalität sind uns sehr wichtig. Wir versuchen diese Aspekte in allen unseren Projekten umzusetzen. Maria: Bei der Distributed Design Residency haben wir ein Möbelstück namens Feel Refill entwickelt. Es ist ein multifunktionales Teil, das gleichzeitig Hocker, Beistelltisch und Regal für Pfandflaschen. Wir haben selbst eine sehr kleine Küche und wussten nicht, wo wir unsere Leerflaschen lagern sollen. Dieses Problem gibt es in vielen Haushalten und wir wollten eine Lösung dafür entwickeln. Es kommt in einem Flat Pack und man kann es einfach zusammenbauen. Daniil: Es ist auch so entwickelt, dass wir fast keine Materialien bei der Produktion wegwerfen müssen. Durch die Wellen können wir sehr genau ausfräsen und es entstehen quasi keine Restmaterialien. Und wenn man den Hocker nicht mehr braucht, kann man die einzelnen Elemente auch wieder für neue Projekte upcyclen und zum Beispiel dekorative Wandfliesen, Untersetzer oder Serviertabletts daraus machen. Maria : Im Sommer haben wir außerdem einen Architektur-Wettbewerb gewonnen. Zusammen mit Mariia Samahala und Mykhailo Zhuk, die gerade an der aktuellen Distributed Design Residency teilnehmen. Dabei haben wir einen Food Court für ein Musik-Festival in Lettland entworfen. Unser Konzept bestand darin, die Fassaden mit Paneelen zu gestalten, aus denen man während des Festivals schnell Möbel bauen kann. Das ermöglichte es uns, Platz für die Lagerung während des restlichen Jahres zu sparen. Dabei wurden lokale Materialien verwendet, vor allem Holz. Ihr bietet auch Workshops an - was sind das für welche? Maria: Ja, wir möchten Design inklusiver machen. Und wir möchten Leuten, die keine Design- und Maschinen-Kenntnisse haben, die Möglichkeit geben, Projekte umzusetzen. Unser erster Workshop findet Ende Jänner im Happylab statt. Daniil: Wir werden dort ein SipSip Untersetzer & Flaschenöffner-Set herstellen, das die Teilnehmer selbst designen können. Außerdem lernen sie die CNC- und Metall-Lasertechnologie kennen. So zeigen wir den Leuten, wie ein Fab-Lab-Konzept funktioniert. Dass man eben relativ rasch und leicht etwas produzieren kann. Wir möchten inspirieren! Welche Werkzeuge und Technologien verwendet ihr am häufigsten? Daniil: Am meisten die Holzwerkstatt und dort die CNC-Fräse. Aber auch den Metall Laser, Laser Cutter und den Schneideplotter. Seltener die 3D-Drucker. Wie geht ihr bei der Planung eurer Projekte vor? Maria: Wir machen regelmäßige Feedback-Sessions. Einmal pro Jahr machen wir ein Meeting für unsere längerfristigen Pläne. Wir definieren auch immer unsere Schritte für die nächsten 3 Monate. Und monatlich evaluieren wir unsere Fortschritte. Daniil: Unsere Arbeit beinhaltet natürlich auch viele bürokratische Aspekte: Buchhaltung, Marketing, Planung für Messen, Förderansuchen usw. Der eigentliche Design-Prozess macht wahrscheinlich gerade mal 20 Prozent der Zeit aus. Das ist etwas schade. Welche Herausforderungen habt ihr bei euren Projekten? Maria: Wir checken gerade unsere Logistik. Eine große Herausforderung ist es, auch weiterhin nachhaltig zu produzieren, wenn man in Serie gehen möchte. Derzeit machen wir alles noch selbst im Happylab. Aber wenn wir Projekte skalieren möchten, müssen wir uns weitere Wege überlegen. Daniil: Allgemein ist es nicht leicht, als Designer die richtige Zielgruppe zu finden. Hier sind Institutionen wie die Distributed Design Plattform sehr hilfreich, die Publikationen herausgeben. Wir müssen außerdem auf Messen präsent sein, was einen ziemlich großen finanziellen Aufwand bedeutet – auch wenn es Rabatte für Jungdesigner gibt. Der Investitionsaufwand ist also relativ hoch. Aber was man sagen muss: Es gibt sehr gute Fördermöglichkeiten in Wien für innovative Projekte. Was würdet ihr Menschen raten, die ihr eigenes Projekt starten möchten? Maria: Man muss an sich glauben und auch bei Rückschlägen nicht aufgeben! Bleibt mutig und inspiriert. Und es ist wichtig, die Ziele von Anfang an deutlich zu definieren. Willst du dein Projekt als Hobby machen oder davon leben – denn das sind zwei komplett unterschiedliche Dinge und Zugänge. Daniil: Man muss auch selbstkritisch und offen für andere Meinungen zu sein. Manchmal lohnt es sich, die Ideen anzupassen! Gibt es in der Design-Community jemanden, der euch besonders inspiriert? Maria : Ich finde Leute spannend, die mit ihren Projekten klein anfangen und dann groß werden. Für mich persönlich ist es zum Beispiel snorre Design , die Design-Objekte aus alten Lattenrosten machen. Sie kommen auch aus dem Bereich Architektur. Für mich war es inspirierend zu sehen, dass man einen anderen Weg gehen kann. Daniil: Bei mir ist es eher so, dass mich Objekte inspirieren, nicht unbedingt die Personen dahinter. Daher kann ich mich da nicht so festlegen. Wohin geht die Reise – was sind eure zukünftigen Pläne? Maria: Wir entwickeln gerade unser nächstes Produkt, mit dem wir gerne in Serie gehen würden. Es wird ein Möbelstück, bei dem auch der Recycling-Aspekt im Vordergrund steht, wie bei Feel Refill. Bei diesem Projekt geht es ums Sammeln von Papiermüll. Daniil : Außerdem möchten wir uns noch auf eine andere Ebene begeben und ein städtisches Projekt starten. Urban Furniture – also öffentliche Möbel, die ein Flaschen-Recycling-System mit Pfand integriert haben. Wir arbeiten gerade unterschiedliche Umsetzungskonzepte aus. Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für eure zukünftigen Projekte! INFO: https://prostor.design/ https://www.instagram.com/prostor.studio

Sticken mit Ink/Stitch

🇦🇹 · HappyLab · Andreas Wildmann

Ich habe die Tage zwischen den Jahren genutzt, um mich in Ink/Stitch einzuarbeiten - ein alternatives Programm, um die Stickmaschine im Happylab anzusteuern. Ink/Stitch ist eine Erweiterung für das Open-Source Vektorbearbeitungs-Programm Inkscape. Es gibt eine aktive Community, die viele tolle Anleitungen und Videos im Netz zur Verfügung stellt. Auf den ersten Blick wirkt Ink/Stitch etwas unübersichtlich. Die Erweiterung ist in einem Untermenü versteckt und die einzelnen Punkte sind nicht unbedingt selbsterklärend. Aber auf den zweiten Blick ist Ink/Stitch ein mächtiges Werkzeug, um Vektorgrafiken genau so zu sticken, wie ihr das wollt. Mit Ink/Stitch kann man nämlich für jeden Teil des Motivs sehr genau die Stickdichte, Richtung, Muster und vieles mehr einstellen. Diese Vielzahl an Optionen setzt zwar voraus, dass man sich mit dem Stoff, der Maschine, der Nadel und dem Garn mehr auseinandersetzen muss, dafür erhält man aber sehr schöne Ergebnisse. Außerdem gibt Ink/Stitch dem Anwender mit “Live-Preview” ein Werkzeug an die Hand, das den Stickvorgang animiert und sogar eine realistische Ansicht rendern kann. (Siehe Video unten.) Toll ist zudem, dass du deinen Stickvorgang gemütlich daheim am eigenen Rechner planen kannst und ihn hier nur noch auf die Maschine kopieren musst. Sogar ganz egal, ob du Linux, Mac oder Windows Nutzer bist. Ein lieber Mensch aus der Ink/Stitch Community hat sich für Lukas und mich Zeit genommen und uns Mitte Dezember eine Einführung in das Programm gegeben. Und eigentlich ist Ink/Stitch relativ einfach zu handhaben. Zuerst wird eine Vektorgrafik benötigt, diese könnt ihr selbst zeichnen oder mit Inkscape aus einer Bitmap (.png, .jpg, u.a.) vektorisieren. Diese muss dann in Linien und Flächen aufgeteilt werden, für jedes Objekt kann dann ein Stickvorgang festgelegt werden. Danach werden die Objekte noch in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht und schon kann die Datei direkt aus Inkscape heraus an die Stickmaschine geschickt werden. Als Beispiele hier meine Lernkurve : Zuerst habe ich eine hellblaue Fläche gestickt, danach diese mit einem schwarzen Satinstich umrandet und in der Mitte eine Linie mit einem Satinstich sowie Text platziert. Als zweiten Versuch habe ich dann ein Marienkäfer Patch gestickt. Dabei habe ich probiert, ob man auch zwei Füllungen übereinander legen kann und wie das aussieht. Das dritte Objekt sollte dann der Marienkäfer werden, nur ohne mehrere Schichten, dafür kleiner und dichter gestickt. Dabei ist prompt die Nadel gebrochen. Zum Abschluss der kleinen Serie habe ich dann ein größeres Motiv mit 10 Farbwechseln, mehreren Flächen und vielen Details als Satinnähte gemacht. Der Stickplan war an einem gemütlichen Nachmittag in nur zwei Stunden erstellt. Das Ergebnis spricht für sich selbst. INFO: Falls dich das Thema Ink/Stitch interessiert, schau mal im Wiki vorbei. Dort haben wir eine kurze Seite mit einigen Ressourcen zusammengestellt. Außerdem kannst du dir mit Andreas eine Individualeinschulung zu dem Thema ausmachen. Falls sich genügend Interessierte finden, werden wir einen Nachmittag in der School of Makers mit dem Motto “Sticken mit Ink/Stitch” machen, bei Interesse bitte eine E-Mail an wien@happylab.at

Drohnenflug durch das Happylab

🇦🇹 · HappyLab · Tanja Zach

Das Happylab aus einer anderen Perspektive! In unserem Video nehmen wir euch mit auf einen Drohnenflug durch unsere Räumlichkeiten . Ihr seht darin unser gesamtes Spektrum an Maschinen und Möglichkeiten: von 3D-Druckern, Laser Cuttern und 24/7-Materialshop bis hin zu Metall- und Holzwerkstatt. Danke an unser Team-Mitglied Gerhard, der uns diese Bilder mit seiner Drohne ermöglicht hat. Das Happylab ist eben ein Ort, an dem Ideen abheben !

HAPPYLAB JAHRESRÜCKBLICK 2023

🇦🇹 · HappyLab · Tanja Zach

Das Jahr 2023 liegt hinter uns. Bevor wir nun mit vielen neuen Projekten und Ideen in ein spannendes 2024 starten, blicken wir gemeinsam mit euch noch einmal auf die vergangenen 12 Monate zurück: neue Maschinen, Kooperationen, Workshops und Events. Es ging rund! In unserem Jahresrückblick lassen wir alle diese besonderen Momente und Projekte Revue passieren, die 2023 zu einem Jahr gemacht haben, das wir nicht so schnell vergessen werden. Viel Spaß beim Durchlesen! Jänner : Wir sind nachhaltig ins Jahr 2023 gestartet: Mit unseren neuen, regelmäßig stattfindenden Reparatur Cafés sind wir DIY-Partner im Reparaturnetzwerk geworden! Jeden letzten Montag im Monat (ausgenommen Feiertage) kann man im Happylab nun von 16 bis 18 Uhr gemeinsam mit Reparatur-Experten kaputte Kleingeräte (z.B. Kaffeemühle, Bügeleisen, Mixer, Radiowecker etc. ...) mit einfachen Werkzeugen selbst reparieren! Februar : Mit LOCTITE haben wir einen neuen Clusterpartner im Programm. Die Spezialprodukte wie 2K-Epoxidharzklebstoff, Schraubenkleber und Reparaturklebstoff sind im Einzelhandel gar nicht so einfach zu bekommen – bei uns im 24/7 Shop sind sie nun rund um die Uhr verfügbar! März : Der März hatte es in sich! Los ging es mit der Distributed Design Abschlusspräsentation & Vernissage , bei der unsere Residents ihre eindrucksvollen Projekte vorgestellt haben, an denen sie ein halbes Jahr gearbeitet haben. Bei einem weiteren Event – unserem Maker Start-up Day – luden wir (angehende) Start-ups und Gründer*innen ins Happylab ein, um ihnen Einblicke zu geben, wie sie ihre Projekte umsetzen können. In diesem Monat haben wir außerdem zum ersten Mal WIG- und MAG-Schweißkurse mit Schlosserin Maud Eiselsberg angeboten. Seitdem gibt es im Happylab immer wieder auch Female* only Schweiß-Workshops, die sehr gut besucht sind. Weitere Neuigkeiten: Wir haben Gruppenmitgliedschaften für Teams eingeführt – denn „Teamwork makes the dream work!“ –, unsere Drechselbank in Betrieb genommen und unserer Lounge ein Makeover verpasst! April : Yay, unser Team ist gewachsen: Seit April unterstützen uns Andreas und Martin im Happylab! Andreas widmet sich vor allem Workshops und dem Elektronikbereich. Martin ist mit seiner umfangreichen Expertise im Holz- und Metallbereich neben Lukas unser zweiter Lab-Manager. Die Holzwerkstatt haben wir in diesem Monat um eine neue, professionelle Tischfräse zur Holzbearbeitung erweitert. Außerdem wurden wir Teil einer Studie zu Nachhaltigkeit & Kreislaufwirtschaft in Makerspaces, die von Therese Balslev in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dänemark, dem Danish Design Center (DDC) und dem Happylab durchgeführt wird. Ende des Monats veranstalteten wir dann noch mit dem Clusterpartner Industri Engineering den Themenabend "Das ABC der Produktentwicklung" rund um Produktentwicklung, Compliance, Patente & Serienfertigung. Mai : Anfang Mai durften wir das Team rund um Eva Czernohorszky (Wirtschaftsagentur Wien) einen Vormittag lang zu einem Teambuilding-Workshop im Happylab begrüßen. Außerdem bekamen wir wieder Maschinenzuwachs: Nach langer Wartezeit war endlich unsere Makera Carvera CNC-Fräse angekommen. Juni: Am 3. & 4. Juni 2023 war es wieder soweit - Kreativität und Innovation wurden auf der Maker Faire Vienna mit einem vielfältigen Programm für alle Altersgruppen gefeiert! Unter dem Motto „Makers for Future“ widmete sich die Maker Faire Vienna diesmal innovativen Ideen und Lösungen für die Gestaltung der Zukunft. Das Happylab war nicht nur Co-Veranstalter, sondern natürlich auch als Aussteller mit dabei! Gemeinsam mit Maker*innen aus unserer Community und ihren coolen Projekten zeigten wir, was im Happylab alles möglich ist. Diesmal gab es auch einen Ehrengast: Dale Dougherty, Gründer des Make Magazins und der Makerbewegung war aus Kalifornien angereist. Nach seinem Besuch auf der Maker Faire Vienna, hat uns Dale auch im Happylab besucht, inklusive Interview mit Presse-Redakteurin Teresa Schaur-Wünsch. Außerdem ist eine Spritzgussmaschine von plasticpreneur dauerhaft bei uns eingezogen und unsere Metall- & Holzwerkstätten wurden klimatisiert, damit unsere Mitglieder auch in den Sommermonaten ihre Projekte bei angenehmeren Temperaturen als bisher umsetzen können! Juli: Auf Einladung des Reparaturnetzwerks haben Joanna und Roland aus dem Happylab Team Anfang Juli beim Repair Hackathon zum Thema "Co-Repairing Spaces" teilgenommen. Zudem haben wir unser Mobile Maker Lab präsentiert – ein Elektro-Lastenfahrrad, ausgestattet mit einfachen, mobilen Produktionsmaschinen – das in Zukunft von uns für mobile Workshops direkt an Schulen, in Parks oder Jugendzentren eingesetzt werden wird. In Zusammenarbeit mit der Gebietsbetreuung Stadterneuerung und dem Verein der Freunde der Leopoldstadt durften wir in den letzten Monaten mehrere Telefonzellen im 2. Bezirk zu Bücherzellen umgestalten. Für die Bücherzelle am Max-Winter-Platz, die im Juli eröffnet wurde, hat das Happylab nicht nur das Regal beigesteuert, sondern auch die Rückseite gestaltet. Und auch bei den Einschulungen gab es News. Es gibt seit Juli drei neue Individual-Einschulungen: an der Drechselbank, im Elektronikbereich und für die Carvera CNC-Fräse. August : Von Juli bis August haben unsere Sommercamps für Kinder von 8 - 12 Jahren stattgefunden. Das Motto 2023: "Do it yourself - mit 3D-Druck, Elektronik und Textildesign“. Mit unserer neuen Brikettiermaschine verleihen wir Überresten aus der Holzwerkstatt neuen Nutzen. Die Holzbriketts spenden wir dem Verein Start Up, der sie im FOODPOINT Leopoldstadt zur Verfügung stellt. Und Community Managerin Vjara war bei der RobotChallenge in Peking und hat uns Impressionen und Fotos mitgebracht. September : In den Herbst starteten wir mit dem zweiten Durchgang der Distributed Design Residency , denn auch 2023/24 fördern wir wieder gemeinsam mit der Distributed Design Plattform kreative Talente und unterstützen Maker*innen und Designer*innen bei der Realisierung ihrer Projekte. Wir sind seit September außerdem Partner der Wiener Bildungschancen ! Im Happylab können Lehrer*innen über die Plattform Schulklassenführungen buchen, bei denen die Schüler*innen einen Einblick in die Arbeitswelt der Zukunft erhalten. Außerdem luden wir Ende des Monats zu einem Pädagog*innen-Meetup ein. Wir erkundeten dabei gemeinsam mit Lehrer*innen, wie man das Happylab für einen spannenden Unterricht nutzen kann. Oktober : Eine Neuerung an unserer Formatkreissäge ist da: Die Absaughaube wurde von Martin, unserem versierten Lab Manager, erfolgreich umgebaut. Sie ist nun separat höhenverstellbar, was es ermöglicht, präzise Nuten in das Holz zu schneiden. Außerdem haben wir mit The cool tool einen neuen Clusterpartner bekommen. Die UNIMAT-Maschinen eröffnen neue Möglichkeiten für Kinderworkshops und spezielle Drechselkurse, die junge Nachwuchs-Maker*innen in die Welt der Holzbearbeitung einführen. Seit Oktober bieten wir zudem T eambuilding Workshops im Happylab an. Und das Highlight des Monats: Wir waren mit der "Maker World by Happylab“ auf der Modellbaumesse/Ideenwelt-Messer dabei. Neben einer Workshop Area konnte man in unserem Happylab-Haus unterschiedlichste Projekte bestaunen. November : Im November gab es einiges zu lesen: Im amerikanischen Make Magazine erschien ein umfassender Artikel über das Happylab von Dale Dougherty und wir starteten mit der Makerporträt-Serie auf unserer Website. In unserer Metall-Werkstatt gab es auch wieder Nachwuchs: einen Güde Plasmaschneider. Und bei einem Schweiß-Workshop für Mädchen mit Tatjana Schinko entstanden großartige Fantasie-Skulpturen aus Metall. Neu ist außerdem, dass man Räume im Happylab für Workshops und Meetings mieten kann. Und im Co-Working-Space nun ungestört in einer Telefonbox Telefonate und Online-Konferenzen abhalten kann. Dezember : Weihnachten naht und um den Geschenke-Stress zu minimieren, kann man über unseren Online-Shop seit Dezember Happylab-Gutscheine für seine Liebsten besorgen. Seit diesem Monat sind zudem 2 neue Kindergeburtstagsworkshops im Programm: „Drechseln – Leg‘ Hand ans Holz!“ sowie „Holzflitzer Rallye – Das heiße Rennen um den Sieg!“. 2023 durften wir insgesamt 95 Kindergeburtstags-Partys bei uns im Happylab hosten. Wir freuen uns schon jetzt auf viele unvergessliche Feiern im neuen Jahr! Im Dezember fanden außerdem die letzten Workshops des Jahres in der Wissenswerkstatt des A1 digital.campus statt. Im vergangenen Jahr konnten die Kinder in unseren Textildesign-Workshops unter der Anleitung von Trainer*innen T-Shirts bedrucken. 2024 werden wir gemeinsam mit den jungen Teilnehmer*innen in die spannende Welt der Kunststoffe eintauchen und dabei die Facetten des Recyclings und der Kreislaufwirtschaft erkunden. Neben all diesen Highlights freuen wir uns jeden Tag über die vielen Projekte, die ihr bei uns im Happylab umsetzt – egal ob am Laser Cutter, an der Stickmaschine, in der Holzwerkstatt oder an den 3D-Druckern. Lasst uns gemeinsam in ein spannendes 2024 starten – Makers gonna make!